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Instrumentalsolisten

Hideyo Harada, Klavier

Künstlerinformationen

Hideyo Harada

Eine Künstlerin mit „Gespür für Seelenzustände“, deren Spiel „ein klangästhetisches Erlebnis höchster Güte“ ist, nannte die Süddeutsche Zeitung Hideyo Harada. Nach ihrem für das Label Audite eingespielten Grieg-Album, das international große Beachtung fand und vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, folgte Ende 2008 beim gleichen Label eine CD, auf der die Pianistin mit Werken von Tschaikowsky und Rachmaninow zu hören ist. Die englische Musikzeitschrift „Gramophone“ nahm diese Einspielung in die Rubrik „Gramophone recommends“ auf und attestierte: „Two great Russian piano masterpieces in a subtle and soulful recording. Hideyo Harada offers a reading that thrills.“ 2010 erschien eine weitere CD mit Werken von Schumann, die unter anderem von „Fono Forum“ und „Stereo“ zur „CD des Monats“ gewählt wurde, sowie vom luxemburgischen Magazin „Pizzicato“ den „Supersonic Award“ erhielt. Auch ihr jüngst veröffentlichtes Schubert-Album wurde von „Fono Forum“ erneut zur „CD des Monats“ gekürt. Dazu war zu lesen: „Hideyo Harada zählt zu jenen immer seltener anzutreffenden Künstlern, die sich bei ihren Einspielungen offensichtlich sehr viel Zeit nehmen, um Interpretationen von enormen musikalischem Feinschliff und größter geistiger Durchdringung vorzulegen. … Gegen die Konkurrenz weiß sich die Künstlerin schon deshalb zu behaupten, da sie ganz eigene Akzente setzt. Zunächst ist es die schiere Schönheit ihres Spiels, das sowohl die „Wandererfantasie“ als auch die Sonate D 960 in eine andere Sphäre zu transzendieren scheint. … Und auch in der Sonate sind es die vielen seelisch erfüllten Momente ihres Spiels, die dem Werk über seine Schmerzlichkeit hinaus ein wärmendes Licht mitfühlender Menschlichkeit verleihen.“

 

Ihre musikalische Ausbildung begann die gebürtige Japanerin zunächst in Tokio bei Toyoaki Matsuura bevor sie nach Europa kam, wo sie ihre Studien bei Lieselotte Gierth in Stuttgart sowie bei Hans Kann und Roland Keller in Wien fortsetzte. Den letzten Schliff holte sich die Pianistin schließlich bei Viktor Merzhanov am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium. Hideyo Harada wurde bei zahlreichen Wettbewerben preisgekrönt und gewann unter anderem den Concours International d’Exécution Musicale in Genf sowie den 1. Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Dortmund. Darüber hinaus war sie Preisträgerin beim Internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Moskau.

Seitdem gastierte Hideyo Harada unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Braunschweig Classix Festival, dem Beethovenfest Bonn, dem Rheingau Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, dem Mozartfest Würzburg, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Musikfest Stuttgart, dem Festival International des Jeunes Solistes in Antibes, dem Yokohama International Piano Festival, dem Festival Prague Proms sowie dem Grand Piano Festival in Amsterdam. Weitere wichtige Stationen ihrer Karriere waren das Moskauer Tschaikowsky Konservatorium, der Wiener Musikverein, das Berliner Konzerthaus, das Gewandhaus Leipzig, die Alte Oper Frankfurt, die Stuttgarter Liederhalle, die Genfer Victoria Hall, das Prager Rudolfinum oder die Suntory Hall Tokio. Hideyo Harada konzertierte mit zahlreichen Orchestern, so etwa mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre symphonique de Bienne, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, der Südwestdeutschen Philharmonie, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, den Solistes de Bourgogne, dem Orchestre de Cannes, dem Czech National Symphony Orchestra, der Filarmonica George Enescu Bukarest, dem Polish National Radio Symphony Orchestra, dem Russian State Symphony Orchestra, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Japan, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra oder dem Japan Philharmonic Symphony Orchestra. Zu ihren Partnern am Pult zählten dabei Dirigenten wie Petr Altrichter, Piero Bellugi, Cristian Mandeal, Tadaaki Otaka, Vladimir Valek oder Marcello Viotti.

Im Rahmen von Kammermusikabenden arbeitet Hideyo Harada unter anderem mit dem Borodin Quartett, dem Geiger Mikhail Simonyan, dem Cellisten Jens Peter Maintz und dem Bariton Roman Trekel. Eine weitere Facette ihres Könnens zeigt die Pianistin bei musikalisch-literarischen Programmen, die sie gemeinsam mit den Schauspielern Corinna Harfouch, Katja Riemann, Esther Schweins, Ulrich Noethen, Christian Quadflieg und Hanns Zischler gestaltet. Neben Aufnahmen bei internationalen Rundfunk- und Fernsehanstalten liegen mehrere Einspielungen der Pianistin vor.

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