Südwestdeutsche Konzertdirektion Erwin Russ GmbH
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Duo Tanja Becker-Bender, Violine/ Péter Nagy, Klavier
Tanja Becker-Bender wurde in Stuttgart in einer Familie von Musikern und Wissenschaftlern böhmischer Herkunft geboren. Frühe musikalische Erfolge zeigten sich in höchsten Auszeichnungen bei den internationalen Wettbewerben in Genf (CIEM), Brüssel (CIM Chimay), Tokio (Bunkamura Orchard Hall Award), Houston, Gorizia und Genua (Premio Niccolò Paganini) und führten zu solistischen Auftritten unter der Leitung von Kurt Masur, Gerd Albrecht und Fabio Luisi u.a. mit renommierten Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, Jerusalem Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Houston Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Konzerthausorchester Berlin und dem Wiener, dem Zürcher und dem Prager Kammerorchester. Sie spielte in Festivals zusammen mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Boris Pergamenschikow und Arnold Steinhardt und gab Rezitals in New York, Buenos Aires, Montevideo, Paris, London, Rom und Wien. Sie arbeitete zusammen mit Komponisten wie Cristóbal Halffter und Peteris Vasks und brachte Werke von Rolf Hempel, Benedict Mason und Alexander Goehr zur Uraufführung.
Tanja Becker-Bender erhielt ihre musikalische Ausbildung durch Wilhelm Melcher (Melos Quartett) an der Musikhochschule Stuttgart, David Takeno an der Guildhall School in London, Günter Pichler (Alban Berg Quartett) an der Musikuniversität in Wien und als Stipendiatin des DAAD und der ZEIT-Stiftung bei Robert Mann (Juilliard String Quartet) an der Juilliard School in New York. Weitere Impulse erhielt sie durch den Bartók-Schüler György Sándor in New York und durch Eberhard Feltz in Berlin.
Ihre 2009 beim britischen Label Hyperion erschienene Aufnahme der „24 Capricci“ von Niccolò Paganini wurde mit dem „Editor’s Choice“ Mai 2009 von „Gramophone“ und von „Classic FM“ ausgezeichnet. Ihre beim selben Label im Februar 2011 erschienene CD mit Werken von Erwin Schulhoff wurde vom BBC Music Magazine zur „CD des Monats März 2011“ gewählt. Voraus gingen Aufnahmen bei Pavane Records, Ars Productions, Brilliant Classics und Divox mit Werken von Dvorák, Beethoven, Albinoni und Jean Perrin.
2006 wurde sie in der Nachfolge von Maxim Vengerov als eine der jüngsten Professorinnen Deutschlands an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken berufen und wechselte zum Wintersemester 2009/10 als Professorin an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, nachdem sie einen Ruf von dieser Institution sowie der Wiener Musikuniversität erhalten hatte.
Tanja Becker-Bender spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù (Cremona 1728), Eigentum von „Blue de Brasil” der Fazenda Ipiranga und Leihgabe aus dem Instrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben.
Péter Nagy ist ein Vetreter der hervorragenden ungarischen Pianistentradition. Ausgebildet in Budapest an der Spezialklasse, später an der Musikakademie bei Klara Máthé und Ferenc Rado,s errang er frühzeitig Preise bei internationalen Wettbewerben, u.a in Usti nad Labem, 1975 und 1976 war er Teilnehmer des Internationalen Musikseminars bei Prof. Amadeus Webersinke.
Mit dem Gewinn des ersten Preises beim Wettbewerb des Ungarischen Rundfunks 1979 begann seine internationale Karriere. Zwischen 1984 und 1987 studierte er bei György Sebök in Bloomington, seitdem unterrichtet er an der Musikakademie „Franz Liszt“ in Budapest.
Konzerte führten Peter Nagy seitdem in alle Welt. Er spielte mit zahlreichen Europäischen Spitzenorchestern und in den wichtigsten Festvals u.a. in Aix-en-Provence, Edinburgh, Kuhmo, Las Vegas, Moritzburg, Stockholm, Helsinki, Turku, Marlboro Festival, Athen,Davos. Er konzertierte mit Orchestern wie Tokyo Symphony Orchestra, Finnish Radio Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra, Thessaloniki State Orchestra, Hungarian State Symphony Orchestra etc.
Seine intensive Kammermusiktätigkeit führte ihn mit bedeutenden Musikern zusammen, u.a. Kim Kashkashian, Boris Pergamentschikoff, Martti Rousi, Hillary Hahn.
Insbesondere mit dem Geiger Leonidas Kavakos arbeitet er eng zusammen, CD Aufnahmen sind erschienen bei Hungaroton, Naxos, Delos, BIS; ECM.
2001 erhielt er den Liszt Preis der Ungarischen Republik.
Seit 1987 unterrichtet er an der Musikakademie Budapest, er gab weltweit Meisterkurse für Klavier/Kammermusik und Liedgestaltung.
Nach einer zweijährigen Gastprofessur in Neuseeland leitet er momentan die Klavierabteilung der Budapester Musikakademie.